Mit Volldampf von Nürnberg nach Fürth 

 

Die Geschichte der deutschen Bahn lässt sich im DB-Museum in Nürnberg erleben. 

 

Mehr als 176 Jahre ist die Deutsche Bahn alt. Alles begann mit dem Adler,  der 1835 in Deutschland Geschichte schrieb. Er fuhr die erste deutsche Eisenbahnstrecke von Nürnberg nach Fürth. Doch er war keine deutsche Technik. Er wurde im Auftrag der englischen Eisenbahnpioniere George und  Robert Stephenson in England gebaut. Sie brachten die Eisenbahn nach Deutschland. Am 7. Dezember 1835 fand die Jungfernfahrt statt.  Die Strecke war 6 km lang. Zu Fuß hätten die Leute eine Stunde gebraucht. Mit der Eisenbahn nur eine Viertelstunde. Die Menschen waren begeistert.  Den Adler musste man zuvor aber noch für viel Geld in England kaufen.   Da die  Deutschen nicht wussten, wie sie mit dem„Adler“ umgehen sollten, schickte Stephenson, der Erfinder, auch einen Lokführer.

Die Geschichte der Deutschen Bahn im DB-Museum in Nürnberg

Sein Name war William Wilson. Nach der Jungfernfahrt brauchte Wilson nur noch zweimal  am Tag zum Dienst antreten, obwohl die Züge stündlich zwischen Nürnberg und Fürth hin und her pendelten. Der Grund war: Damals war Kohle sehr teuer und deswegen wurden bei den restlichen Fahrten Pferde davor gespannt, um Kohle zu sparen.Die Strecke von Nürnberg wurde ein voller Erfolg und die Gründer verdienten viel Geld damit.Diese Geschichte und vieles mehr rund um die Eisenbahn wird imNürnberger DB Museum erzählt.Hier stehen viele Züge. Darunter auch ein Modell desAdlers. Man wandelt  auf den Spuren der Eisenbahn.  Das Museum                   ist wie eingroßes Geschichtsbuch der Eisenbahn.  Losgeht es mit den Ursprüngen in England. Kohlewägen,  Modelle und Co. sind zu bestaunen. Bald kommt man in die Fahrzeughalle. Hier sieht man verschiedene Lokomotiven. Der  prunkvollste Wagen ist wohl der König-Ludwig-Zug. Er ist voller Gold und sehr, sehr wertvoll.  Sein Innenraum ist aus Gold  und edlen Stoffen. Da kann man nur sagen  „So lässt`s sich reisen“. Weiter geht die Geschichte der Eisenbahn. Der nächste Abschnitt ist düster und erinnert an das wohl schrecklichste Kapitel Deutschlands. Den Zweiten Weltkrieg. Damals brachte die Eisenbahn tausende von Juden, Sindy und Roma in Vernichtungslager wie Auschwitz. Ein Mahnmal mit Namen von Opfern erinnert an dieses Verbrechen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Deutschland sehr stark zerstört.

Doch die Eisenbahn ließ sich nicht bremsen. Immer bessere Loks wurden gebaut, es sollte immer schneller gehen. Bald entdeckten die Ingenieure auch den Strom als Antriebsmittel für die Eisenbahn. Ende der 60erJahre warb die Deutsche Bahn mit dem Plakat „Unsere Loks gewöhnen sich das rauchen ab“ dafür, dass in der Zukunft keine Dampfloks eingesetzt werden.  Im Jahr 1991 fuhr dann der erste ICE (IntercityExpress). Bis heute ist er Deutschlands Fernzug Nummer 1. Diese gesamte Geschichte wird im DB Museum in Nürnberg erzählt und damit ist die Ausstellung noch nicht beendet. In einer Eisenbahn- Erlebniswelt gibt’s die Eisenbahn zum anfassen. Eine riesige Modelleisenbahnanlage wartet auf die Besucher. An einem Fahrsimulator kann man sich selbst am Zugfahren versuchen (Kleiner Tipp: Nichtvergessen die SIFA-TASTE zu drücken, sonst gibt es eine Zwangsbremsung!).  Dies und vieles mehr gibt es in Nürnberg zusehen. Als Ausflugziel ist das DB Museum sehr zu empfehlen.  D.K.

 

Dieser Bericht wurde im Juli 2011 in der World Times abgedruckt und wurde im Rahmen der Online-Veröffentlichung der World Times veröffentlicht. 

 
 

  

 

 Im Radio-Interview mit den Kinderreportern von RadioBremen4 

 (Hier geht es zum Audio)